Biber

Meister Bockert

Seit etwa 1819 galt der Biber an der niedersächsischen Elbe als ausgestorben. Hauptursache war die intensive Bejagung, denn nicht nur das Fleisch, sondern auch die warmen Pelze waren sehr begehrt. Das Bibergeil, der Durfstoff des Bibers, den dieser zur Reviermarkierung herstellt, war zudem aufgrund seiner schmerzlindenden Wirkung sehr beliebt. Dank strenger Schutzmaßnahmen ist er im Wendland mittlerweile jedoch wieder heimisch geworden.

Naturnahe, unverbaute Gewässerränder bieten den Tieren einen guten Lebensraum. Das Leben der nacht- und dämmerungsaktiven Säugetiere spielt sich überwiegend im Wasser ab. An Land kommen sie nur um Futter und Baumaterial zu beschaffen oder zur Reviersuche. Biber ernähren sich von Schilf, Blättern, Zweigen und anderen Pflanzen und Pflanzenteilen. Fische oder andere Tiere stehen nicht auf ihrem Speiseplan. Die Spuren der scharfen Zähne der Biber kann man so mancher Orts an den Bäumen in Wassernähe sehen.

Im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue hat der Biber gute Lebensbedingungen. Neben den unverbauten, naturnahen Ufern der Elbe sind es vor allem die von Altarmen durchzogenen Überschwemmungsbereiche und die Elbnebenflüsse, wo er sich wieder ansiedeln kann.

Sowohl entlang von Elbe und Jeetzel als auch in der Gegend um den Gartower See sind in den letzten Jahren wieder Biber anzutreffen. Hier gibt es auch zwei Rundwanderwege, den Biber-Rundwanderweg und den Biberpfad, auf denen Interessierte das Biberland entdecken können.