Grenzlandmuseum Schnackenburg
Hans Windeck

Ein Blick auf die deutsch-deutsche Grenze

Direkt am Hafenbecken befindet sich in Schnackenburg ein liebevoll gestaltetes Grenzlandmuseum. Das Städtchen, noch heute die kleinste Stadt Niedersachsens, war einst in besonderer Weise von der deutschen Teilung betroffen.

Gelegen im äußersten Osten Niedersachsens war der Ort sowohl in nördlicher als auch in südöstlicher Richtung von der kaum überwindbaren Grenze umgeben. An diese Zeit erinnert das Grenzlandmuseum Schnackenburg.

Uniformen und Ausrüstungsgegenstände der DDR-Truppen werden hier ebenso gezeigt, wie entsprechende Exponate der im westdeutschen Grenzgebiet eingesetzten Zöllner und Beamten des Bundesgrenzschutzes.

Ganz in der Nähe des Museums befinden sich auch die Gedenk- und Begegnungsstätte Stresow sowie der Grenz- und Naturerlebnispfad Schnackenburg-Gartow. Der 10 km lange Pfad folgt in seinem Streckenverlauf der ehemaligen innerdeutschen Grenze und zeigt verschiedene Grenzüberwachungs- sowie Sicherungsanlagen der ehemaligen DDR. Teil des Erlebnispfades ist auch die Gedenk- und Begegnungsstätte Stresow.

Stresow war einst ein kleines Dorf, das, weil es im sogenannten „Schutzstreifen“ des Grenzgebietes der DDR lag, zunächst zwangsgeräumt und anschließend komplett zerstört wurde. Heute erinnert nur noch ein Gedenkstein an das einstige Dorf. An die ehemalige Grenze gemahnen die, an diesem Ort komplett in Originalgröße aufgebauten, Grenzbefestigungsanlagen der DDR.