Gartower Kirche mit Barockorgel

Barocke Pracht am Elbholz

Ein sehenswertes Zeugnis des Barockzeitalters ist die St. Georg-Kirche in Gartow. Nachdem ein Brand die vorherige Kirche komplett zerstörteerrichtete man im Jahre 1724 die heutige Barockkirche.

Die Spuren dieses ersten, ebenfalls St. Georg-Kirche genannten, Bauwerks lassen sich bis in das frühe 14. Jahrhundert zurückverfolgen.

Seit jeher ist die Gartower Kirche eine Patronatskirche. Das Kirchenpatronat lag zunächst bei der Familie von Bülow. Im Jahre 1694 übernahm jedoch die Familie der Grafen von Bernstorf das Kirchenpatronat, das diese noch heute ausübt.

Der einschiffige Barockbau des heutigen Gotteshauses ist am südlichen Ende mit einem kleinen Turm versehen. Bemerkenswert ist jedoch insbesondere das Kircheninnere. Im Gegensatz zu so vielen anderen Kirchen dieser Zeit, blieb die Innenausstattung der Gartower St. Georg-Kirche komplett erhalten. Das mit Ornamenten versehene Taufbecken, ein Kanzelaltar, und Grisaille-Malereien tragen ebenso zum barocken Charme der Kirche bei, wie die aus der Erbauungszeit stammende Orgel.

Die prächtige Barockorgel stammt vom Lüneburger Orgelbaumeister Johann Matthias Hagelstein und wurde wahrscheinlich um das Jahr 1740 errichtet. Sie gilt als einziges vollendetes Orgelwerk des Meisters und zeichnet sich durch ihre individuellen Klangfarben aus. Diese lassen sich besonders im Juli und August gut erlauschen, wenn im Rahmen des Gartower Orgelsommers, jeden Mittwochabend ein anderer Künstler, im Ambiente der Barockkirche, auf dem Instrument sein Können beweist.