Museum Wustrow

Museum Wustrow

In dem Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Wohnhaus eines Leinenfabrikanten ist heute das Museum Wustrow untergebracht. Wechselnden Ausstellungen thematisieren hier die jüngere Geschichte des Wendlands.

Ein engagierter Arbeitskreis beschäftigt sich immer wieder mit neuen interessanten Themen. Hierzu gehörten in den vergangenen Jahren bspw. „Gorleben“, „Die Geschichte der Eisenbahn im Wendland“ oder „Flucht und Ankommen im Wendland“. Die Ergebnisse präsentiert das Museum Wustrow regelmäßig in äußerst sehenswerte Ausstellungen.

In einer Dauerausstellung zeigt das Museum zudem einen Colonialwarenladen aus Bergen an der Dumme und einen DDR-“Konsum”. Beide wurden mit viel Liebe zum Detail rekonstruierten. Neben dem traditionellen Ladenaufbau, kann man hier viele Produkte vergangener Zeiten, z.B. Kurzwaren und Emaille-Krüge, entdecken.

Im Keller des Museumsgebäudes geht es “unter Tage” in die Zeit des von 1905 bis 1926 betriebenen Kalibergbaus. Der Kalibergbau prägte jahrzehntelang die Entwicklung des Ortes und seiner Wirtschaft. Noch heute wirkt der Bergbau auf die Gebäude des Ortes. Die Spuren von Absenkungen und Änderungen des Grundwasserspiegels zeigen sich auch am Museumsgebäude. Wer sich durch eine Spende an der Sanierung des historischen Bauwerks beteiligen möchte, ist herzlich willkommen.

Im Museum Wustrow ist zudem auch das NS-Wendland-Archiv beheimatet. Diese entstand aus den Forschungsarbeiten für die Ausstellung „… es war das Normalste der Welt […]“ sowie für die Publikation „Das Hakenkreuz im Saatfeld […]“. Beide beschäftigten sich mit der NS-Zeit im Landkreis Lüchow-Dannenberg. In der Folgezeit wuchs das Archiv ständig. Wer das Archiv nutzen möchte, kann dies beim Museum beantragen.